Verkaufen über einen Online-Marktplatz: Warum es sich rechnet, ein Tool für seine Datenpflege zu nutzen

Verkaufen über einen Online-Marktplatz: Warum es sich rechnet, ein Tool für seine Datenpflege zu nutzen


Wie das ibi research Institut in seiner interessanten Studie („Online-Marktplätze als Vertriebskanal Status quo und Bewertung aus Händlersicht- Aktuelle Ergebnisse zur Nutzung von Online-Marktplätzen – ein Teilprojekt des E-Commerce-Leitfadens„)  feststellt, nehmen mehr als 40 % der Händler die Produktdatenpflege noch manuell via Web-Interface vor. Seit 1993 betreibt die ibi research an der Universität Regensburg GmbH anwendungsorientierte Forschung.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Bedeutung von Online-Marktplätzen innerhalb des Onlinehandels stetig zunimmt. Große Marktplatzanbieter wie u.a. eBay verbuchen einen wachsenden Umsatzanteil im E-Commerce, der auch zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen wird. Für Händler sind deshalb Online-Marktplätze in Deutschland eine interessante Vertriebsalternative zum stationären Geschäft bzw. eine gute Ergänzung zum eigenen Onlineshop.

Wie die Untersuchung zeigt, sind die fünf Hauptgründe, warum Händler Online-Marktplätze nutzen:

  1. Umsatzsteigerung
  2. Kundengewinnung
  3. Profitieren von der Bekanntheit des Marktplatzes
  4. Erschließung neuer Märkte
  5. Steigerung der Produkt-/Markenbekanntheit

Für knapp die Hälfte der Händler, die bereits über Online-Marktplätze verkaufen, macht der Marktplatzumsatz bereits mehr als die Hälfte des Online-Umsatzes aus und im Schnitt macht der Marktplatz-Umsatz bereits mehr als ein Drittel am Gesamtumsatz aus.

Online-Marktplätze bieten hohes Umsatzpotenzial – aber wieviel Aufwand ist dafür nötig?

Für stolze 87 % der Befragten ist der damit verbundene Einstellungs- und Pflegeaufwand ein wichtiges oder gar sehr wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für einen Online-Marktplatz. Dieser Punkt gehört damit, zusammen mit dem Punkt „Bekanntheitsgrad/Reichweite des Marktplatzes“ zu einem der wichtigsten vier Kriterien bei der Entscheidung für ein Marktplatzgeschäft.

Um so erstaunlicher, dass – so die Untersuchung des ibi reseach – bei mehr als 40 % der Händler die Produktdatenpflege dazu noch manuell via Web-Interface stattfindet.

Rechnen wir den Aufwand einmal nach

Machen wir hierfür ein kleines Rechenbeispiel und sehen uns hierfür sowohl die Kostenseite als auch die Arbeitsleistung an.

Fall 1 „Die manuelle Bearbeitung“: In dieser Variante wird einem Mitarbeiter im Unternehmen die Aufgabe übergeben, sich um das Listing und die Verkäufe auf eBay zu kümmern. Bei einem angenommenen Brutto Monatseinkommen von 2.500 Euro für den Mitarbeiter, der diese Produktpflege betreibt, kostet dies den Händler als Arbeitgeber noch den zusätzlichen Arbeitgeberanteil, so dass wir hier von monatlichen Lohnkosten in Höhe von rund 3.050 Euro sprechen. Bei Durchschnittlich 140 Arbeitsstunden pro Monat entspräche dies Arbeitskosten pro Stunde in Höhe von knapp 22 Euro. Wir nehmen an, dass dieser Arbeitnehmer natürlich nie krank wird, eine Pause macht oder sonstige Dinge ihn von seiner Arbeit abhalten. Rechnen wir pro Produkt für einen einzigen Listingvorgang bei eBay inkl. des Hinzufügens von Fotos, Warenbeständen und Produktbeschreibungen etwa 10 Minuten ein, so könnte dieser Mitarbeiter pro Monat 840 Artikel bei eBay Listen. Um ausreichend Zeit für weitere nötige Schritte (wie die Verkaufsdaten in die eigenen Systeme einzufügen, bliebe dann keine mehr, ebenso wären keine Änderungen oder Aktualisierungen in diesem Monat möglich) zu haben, müsste der Mitarbeiter die Zahl der Artikel deutlich senken, je nach dem, wie viele Änderungen (an Preisen, Verfügbarkeiten, Artikelbeschreibungen etc.) anfallen.

Fall 2 „Die automatische Bearbeitung mit einem Tool“: Vergleichen wir dies mit dem Einsatz einer automatisierten Lösung, wie z.B. der von VIA-eBay, welche die eigene Artikelverwaltung (aus dem eigenen Onlineshop oder der eigenen Warenwirtschaft automatisch mit eBay verbindet). Eine solche Lösung kostet monatlich (im Premium-Tarif) 699,- Euro zzgl. 0,5 % Verkaufsprovision vom eBay Bruttoumsatz exklusive Versandkosten. Rechnen wir dies für einen Händler mit einem monatlichen eBay (Brutto) Verkaufsumsatz in Höhe von 85.000 Euro. Zusammengenommen würde diesen Händler die Software von VIA-eBay 1.124 Euro kosten. Für diesen Betrag könnte der Mitarbeiter gute 50 Stunden bzw. sechs Arbeitstage Zeit aufwenden, die eigenen Produkte bei eBay einzustellen. Rechnen wir pro Produkt für einen einzigen Listingvorgang bei eBay inkl. des Hinzufügen von Fotos, Warenbeständen und Produktbeschreibungen etwa 10 Minuten ein, so könnte dieser Mitarbeiter in dieser Zeit maximal 300 Artikel bei eBay einpflegen. Zeit, die Verkaufsdaten in die eigenen Systeme einzufügen, bliebe dann keine mehr, ebenso wäre keine Zeit mehr für Änderungen oder Aktualisierungen vorhanden – ganz zu schweigen von der bei eBay üblichen Abgabe von Bewertungen für die Kunden.

Fazit: Betriebswirtschaftlich lohnt sich der Einsatz unterstützender Tools sehr schnell

Wie der Vergleich zwischen der manuellen und der automatisierten Bearbeitung für den Verkauf über einen Online-Marktplatz gezeigt hat, lohnt sich die Unterstützung durch ein professionelles Marktplatz-Tool recht schnell. Für erste Tests mit einem Marktplatz kann es durchaus Sinn machen, dies mit eigenen Mitarbeitern durchzuführen. Ein solches Vorgehen hat den Charme, dass intern Marktplatzwissen aufgebaut wird und man sich mit den Potenzialen und Gegebenheiten auf dem Marktplatz schon einmal vertraut machen kann. Sobald aber ernsthaft Geschäfte über einen Marktplatz wie eBay laufen sollen, sollte nicht nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf ein professionelles Tool gesetzt werden. Ein solches Software Tool hat zudem den Vorteil, dass es für jederzeit aktuelle Produktdaten auf dem Marktplatz sorgt, aber auch gleichzeitig dafür sorgt, dass wie Warenbestände stimmen und es nicht zu Überverkäufen kommt. Zugleich sorgt ein Tool wie z.B. VIA-eBay für den eBay Marktplatz dafür, dass die Verkäufe ohne Zeitverlust nahtlos in die eigenen Systeme zur weiteren Bearbeitung einfließen und so der Kunde rasch seine Bestellung erhält.

So manch Händler musste die Erfahrung machen, dass ein zeit- und fehleranfälliges manuelles Bearbeiten ein schnelles Aus für den Handel auf einem Marktplatz bedeutet, denn die Marktplätze wie eBay oder Amazon haben inzwischen strenge Markplatzregeln, die wiederum ihren Endkunden als Qualitätsmerkmal dienen und diese davor schützen sollen, dass Waren angeboten werden, die nicht lieferbar sind oder zu spät ausgeliefert werden.