Der Umsatz im deutschen Onlinehandel wächst 2015 um 12 Prozent auf 47 Mrd. Euro

Der Umsatz im deutschen Onlinehandel wächst 2015 um 12 Prozent auf 47 Mrd. Euro


Nun hat der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland BEVH die Umsätze des letzten Jahres 2015 veröffentlicht und kommt auf einen Onlineumsatz mit Waren in Höhe von 46,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber 2014 von zwölf Prozent und damit deutlich mehr als die aktuellen Wachstumsraten im gesamten Einzelhandel von nur 3,1 Prozent.

Für digitale Güter und Dienstleistungen gaben die Konsumenten 12,97 Milliarden Euro im Jahr 2015 aus.

Mit diesen Werten entspricht der E-Commerce-Bereich, d.h. der Umsatz im deutschen Onlinehandel 2015, einem Anteil von knapp 90 Prozent am Gesamtumsatz des Versandhandels, der (zusammen mit dem klassischen Kataloghandel, also dem, was Kunden noch per Fax, Telefon oder dem klassischen Bestellformular kaufen und das Teleshopping-Geschäft) ein Umsatzvolumen in Höhe von 52,37 Milliarden Euro ausmacht.

Multichannel-Handel mit größten Wachstumsraten

Mit einem Umsatz von insgesamt 24,95 Milliarden Euro (2014: 23,9 Milliarden Euro; +4 Prozent) vereinen die Online-Marktplätze über die Hälfte des Gesamtumsatzes des E-Commerce. Die Ansprache des Kunden über mehr als nur einen Kanal scheint die Strategie der Wahl zu sein, denn dieses Händlersegment verzeichnete mit einem Plus von fast 30% das mit Abstand größte Wachstum. Die Multichannelversender setzten im Jahr 2015 insgesamt 13,97 Milliarden Euro (2014: 11,31 Milliarden Euro; +27 Prozent) um.  An dritter Stelle folgen die Internet Pure Player mit einem Umsatz von 6,31 Milliarden Euro (2014: 5,9 Milliarden Euro; +6 Prozent).

Die umsatzstärksten Warengruppen im interaktiven Handel

Wie auch in den Vorjahren wurde in der Warengruppe „Bekleidung“ auch 2015 der höchste Umsatz getätigt (10,01 Milliarden Euro im Vergleich zu 2014 mit 8,49 Milliarden Euro und einem Plus von 18 Prozent). Das Segment „Elektronikartikel und Telekommunikation“ folgte mit einem Umsatz von 7,5 Milliarden Euro auf dem zweiten Platz (2014: 5,67 Milliarden Euro und einem Plus von 33 Prozent). An dritter Stelle der umsatzstärksten Segmentbereiche lag 2015 „Bücher und E-Books“ mit einem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro (2014 mit einem Umsatz in Höhe von 3,929 Milliarden Euro und einem Rückgang von 8 Prozent).

Einen Umsatzrückgang – ähnlich wie bei Büchern – verbuchte die Warengruppe „Bild- und Tonträger/Video- und Musicfiles“ mit Umsätzen in Höhe von 1,82 Milliarden Euro und einem Minus zu 2014 (2,28 Millionen Euro) in Höhe von 20 Prozent. Ein überdurchschnittliches Wachstum zeigte sich in der Kategorie Möbel, Lampen/Leuchten und Dekoration, die mit einem Umsatz von 2,67 Milliarden Euro einen Zuwachs von 15 Prozent zum Vorjahr erwirtschaftete (2014: 2,31 Milliarden Euro). Überdurchschnittlich zulegen konnte ebenfalls die Warengruppe Lebensmittel. Diese liegt zwar noch auf einem geringen Gesamtniveau, konnte aber von 2014 auf 2015 um 19 Prozent zulegen und 2015 ein Umsatzvolumen von 0,736 Milliarden Euro erzielen (2014: 0,618 Milliarden Euro).  Das ebenfalls noch kleine Segment Tierbedarf verzeichnete mit einem Anstieg von 74 Prozent zum Vorjahr das größte prozentuale Wachstum (Umsatz 2015 bei 0,84 Milliarden Euro und 2014 noch bei 0,485 Milliarden Euro).

Weiterhin gute Aussichten auch für 2016

Gemäß der Prognosen des BEVH Handelsverbands wird das aktuell gute Konsumklima über das gesamte Jahr 2016 anhalten. Dementsprechend prognostiziert der Verband für den Onlinehandel auch im laufenden Jahr 2016 wieder ein Plus von zwölf Prozent (auf 52,5 Milliarden Euro).

Über die Erhebung des BEVH
Gemeinsam mit der GIM-Gesellschaft für Innovative Marktforschung führte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zum dritten Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Von Januar bis Dezember 2015 wurden dazu 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen befragt.

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