Mit Onlineshop SEO zu mehr Umsatz

Mit Onlineshop SEO zu mehr Umsatz


Onlineshop SEO ist die Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops. Insbesondere für Onlinehändler ist Shop SEO essenziell, da durch Optimierungsmaßnahmen auf lange Sicht ein besseres Ranking erzielt werden kann und somit langfristig mehr (kostengünstiger) Traffic auf dem Shop landen wird. Dabei gilt, dass eine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung sich stets an den Bedürfnissen und Anforderungen des Suchers orientieren muss.

In diesem Artikel haben wir die Grundlagen zum Thema Onlineshop SEO zusammengefasst und hoffen, Sie gewinnen dadurch neue Einblicke für Ihren Onlineshop.

Volkskrankheit: Duplicate Content

Viele Onlineshops haben durch Ihre Architektur viel mit so genannten doppelten Inhalten zu tun. Oftmals wird z.B. bei Variantenartikeln die gleiche Artikelbeschreibung im Shop verwendet, da zwei oder mehr Produkte z.B. bis auf die Farbe gleich sind. Zwei oder mehr identische Produktbeschreibungen zählen bei Google zunächst als Duplicate Content.

Bei der Bewertung von Duplicate Content versteht Google keinen Spaß. Zum einen bewertet Google den doppelten Inhalt als „Abklatsch“ des Originals (=erste Google bekannte Version des Textes) und stuft ihn im Ranking herab. Eine weitere Folge hiervon liegt für größere Shops aber auch in höheren Crawlingkapazitäten für das Crawlen (=Erfassen) von doppeltem Inhalt. Aus diesem Grund dauert es unter Umständen dann für neu angelegte Produkte deutlich länger, bis diese im Google-Index erscheinen. Folglich sollten Sie in Ihrem Shop möglichst auf Duplicate Content verzichten oder durch einen entsprechenden Tag Google mitteilen, welcher Inhalt das Original ist und für das Suchranking maßgeblich bedacht werden sollte.

Dies geschieht z.B. durch die Verwendung eines <link/>-Elements im Header Tag der entsprechenden Seite. Taggen Sie also durch den Tag

<link rel=“canonical“ href=“http://www.Originaler-Inhalt.de“/>

jede Seite des doppelten Inhalts. Dadurch teilen Sie Google mit, welche Version des Inhalts der Originalinhalt ist und für das Ranking berücksichtigt werden sollte.

Individueller Content schafft Abhilfe

Statt einer solchen Markierung der doppelten Inhalte auf Ihrer Seite, können Sie natürlich auch Duplicate Content dadurch vermeiden, dass Sie für jeden Artikel, insbesondere für jede Variante einen eigenen Beschreibungstext erstellen. Das kann mitunter unverhältnismäßig lange dauern. Daher bietet es sich an, sich zumindest für die Top-Seller-Produkte die Mühe einer eigenen und einzigartigen Produktbeschreibung zu machen. Wenn Sie Zeit und Mühe in selbst erstellte, einzigartige Beschreibungstexte investieren, möchten Sie wahrscheinlich vermeiden, dass Ihr Text von anderen Anbietern kopiert wird und es wieder zu doppelten Inhalten kommt. Hier bietet Google selbst eine Funktion, mit der Sie sich per Email benachrichtigen lassen können, wenn eine Variante Ihres Textes im Internet erscheint (=wenn eine Variante von Google indexiert wurde). Diese Funktion heißt Google Alerts und ist kostenlos nutzbar.

Haben Sie keine Zeit, die wichtigsten Produktbeschreibungen zu individualisieren, so lässt sich zumindest durch eine schnelle Lösung ein Teil des Schadens, der durch doppelten Content verursacht wird, beheben bzw. vermeiden. Das Stichwort hierzu heißt „Kundenrezensionen“. Wenn Sie auf Ihren Produktseiten Rezensionen Ihrer Kunden in Textform darstellen, liest Google diese ebenfalls aus. Dadurch sinkt der Anteil des doppelten Inhalts am gesamten Seitentext und somit sinkt auch der Prozentsatz von Duplicate Content.

Doppelte Inhalte auf Kategorieseiten

Bei Kategorieseiten kann doppelter Inhalt im Sinne von Google ebenfalls vermieden werden. Kategorieseiten sind Produktlisten, durch die man blättern kann und die typischerweise über mehrere Seiten gehen, wobei die Seiten 2, 3, 4 usw. in der Regel mit Seite 1 relativ identisch sind, da sich zumeist nur die Produktvorschaubilder und die kurzen Artikelinformationen unterscheiden.
Best Practice ist hier, Google nur die erste Seite indexieren zu lassen. Das teilt man erneut durch einen entsprechenden Tag auf jeder Seite mit, welche nicht von Google indexiert werden soll. Der Tag für Seite 4 lautet beispielsweise:

<link rel=“next“ href=“http://www.ihrshop.de/Kategorieseite.html?page=5″>
<link rel=“prev“ href=“http://www.ihrshop.de/Kategorieseite.html?page=3″>.

Alternativ können Sie auch auf den nicht zu indexierenden Seiten ein no-index-follow-Tag implementieren. Dann ignoriert der Google-Bot die entsprechend gekennzeichneten Seiten zwar nicht, zeigt sie jedoch nicht im Index an. Durch den Follow-Tag werden aber entsprechende Linkstrukturen für Google zugänglich gemacht und diese nicht angezeigten Seiten können sogar ein Google-Ranking aufbauen.

So retten Sie Ihr Google Ranking beim Wechsel Ihres Onlineshop-Sortiments

Wenn Sie saisonale oder schnell alternde Produkte in Ihrem Sortiment haben, werden Sie bereits öfter Erfahrungen mit einem Sortimentswechsel gemacht haben. Im Zuge der Onlineshop SEO sollten Sie in diesem Fall darauf achten, möglichst viel des Google-Rankings Ihrer alten Produkte auf die neuen Produkte zu übertragen. Das geht am saubersten durch die Verwendung von 301-Redirects. Allerdings muss bei einer solchen Weiterleitung das Weiterleitungsziel, also im Normalfall das neue Produkt, eine gewisse Relevanz zur alten Seite haben. Zusätzlich ist das manuelle Weiterleiten aller neuen Produkte mitunter sehr zeitaufwendig. Deshalb leiten viele Onlineshops die alten Produkt-URLs automatisiert auf neue Kategorieseiten um, die zumindest eine Teilrelevanz zu dem alten Ranking besitzen.

Und auch hier gilt: Wenn Sie die Zeit haben, leiten Sie alle alten Produkt-URLs auf die neuen Produkt-URLs um. Haben Sie wenig Zeit, dann konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Produkte (und die besten Rankings) und leiten diese um. Die anderen können Sie automatisiert auf eine Kategorieseite umleiten. Haben Sie noch weniger Zeit, dann leiten Sie automatisiert alle alten Produkte auf Kategorieseiten um. Zumeist gilt die Regel: Je mehr Zeit Sie in Onlineshop SEO investieren, desto mehr Traffic können Sie generieren.

Mit Rich Snippets seine Anzeigengröße optimieren

Die Anzahl derer, die auf ein Google Suchergebnis klicken, geteilt durch die Gesamtanzahl der Einblendungen, ist die Click-Through-Rate und einer der wichtigsten KPIs (=Key Performance Indicator = Schlüsselmetrik) bei der Onlineshop SEO. Denn: Wenn die CTR hoch ist, erklärt sich Google das damit, dass das Suchergebnis im Hinblick auf die Suchanfrage besonders relevant ist und zeigt das Ergebnis aller Voraussicht nach in Zukunft höher auf der SERP (= Suchergebnisseite) an. Wie schafft man es als Onlineshop also, seine CTR zu erhöhen? Die Lösung heißt Rich Snippets. Rich Snippets sind strukturierte Daten, welche Google auslesen und zuordnen kann. Bei Relevanz zeigt Google diese Rich Snippets-Daten dann zusätzlich im Suchergebnis an. Dadurch gewinnt Ihr Onlineshop in den Suchergebnissen zusätzlichen Platz.

Konkret bedeutet das:

  • mehr Anteil an der SERP und damit eine höhere Aufmerksamkeit der Suchenden,
  • mehr Klicks als Folge,
  • eventuell auch bessere Rankings durch die gestiegene CTR
  • und eine relativ einfache Umsetzbarkeit.

So kommen Sie an Rich Snippets für Ihren Webshop

Es gibt zwei Wege, Rich Snippets für Google bereit zu stellen:

  1. über Mikrodaten,
  2. über den Data Highlighter in der Google Search Console.

Mikrodaten

Durch einen speziellen HTML-Code können Sie auf jeder Seite Ihres Webshops bestimmte Daten als Rich Snippet-Daten ausweisen, so dass Google beim Crawlen diese Daten erkennt und in den Suchergebnissen einblenden kann. Weitere Informationen zu den HTML-Codes finden Sie auf den Hilfeseiten zu den Webmaster Tools von Google.

Data Highlighter

Eine deutlich einfachere Methode ist der Data Highlighter von Google. Darüber können Sie in Ihrem Onlineshop mit der Maus Elemente auswählen, welche Google für die Rich Snippets verwenden soll. Hierfür ist kein Code-Verständnis nötig und Sie können mit wenigen Mausklicks sicherstellen, dass Google die wichtigen Informationen erhält.

Mit Hilfe eines Produktfilters zu besserer Sichtbarkeit

Zalando hat es mit seiner Filternavigation vorgemacht. Auch für Sie kann ein guter Produktfilter ein Plus im Ranking und damit mehr Traffic bringen. Der Trick ist, dass die eingestellten Filterparamenter jeweils eine neue URL aufrufen, welche auch von Google indexiert werden kann. Wenn also ein Kunde „Adidas Herren Sneaker“ in seine Suchmaschine eingibt, erscheint so direkt die Ergebnisseite des Produktfilters mit der Marke, der Schuhart und dem Geschlecht als Ergebnis – eine für den Sucher (und damit für Google) hochrelevante Seite, welche entsprechend im Ranking gewürdigt wird (Zalando ist mit oben stehendem Suchbegriff hinter Adidas auf Platz 2 in der organischen Google-Suche; Stand Juni 2016).

Durch die Indexierung der zusätzlichen Seiten erhält Google eine ganze Menge neuer, sehr relevanter Seiten, welche es dann bei den entsprechenden Suchen auf der Suchergebnisseite präsentieren werden kann. Bei Anwendung dieser Filtertechnik sollten Sie jedoch ein paar Punkte beachten:

  • Achten Sie darauf, nicht alle Filterkombinationen als Seiten indexieren zu lassen, da Suchmaschinen die Menge an Seiten unter Umständen als Spam werten könnten. Als Faustregel sollten Sie die Ergebnisseiten des Produktfilters indexieren lassen, zu welchen es ein signifikantes Suchvolumen gibt. Alle anderen Seiten sollten auf „NoIndex“ stehen.
  • Verzichten Sie auf JavaScript in der Filternavigation, denn für ein erfolgreiches Suchergebnis durch Google müssen die Links auch ohne aktiviertes JavaScript aufrufbar sein können.
  • Berücksichtigen Sie die Filterergebnisseiten in Ihrer XML-Sitemap. Dadurch erleichtern Sie den Google-Bots das Finden der Seiten, deren Indexierung Sie wünschen. Eventuell macht es auch Sinn, eine zweite Sitemap nur für den Produktfilter anzulegen.
  • Auf die Wahl des Shop-Systems kommt es an. Achten Sie darauf, dass Ihr Shopsystem für die Filterseiten automatisch die wichtigen SEO-Elemente optimiert und festlegt, z.B: URLs, Title Tags, Meta Descriptions oder H1-Überschriften.

Relevanter Content auf Produktlisten-Seiten

Mit gutem Inhalt auf Ihren Produktkategorieseiten haben Sie bessere Chancen, für generische Keywords zu ranken. So eignet sich zum Beispiel eine MP3-Player-Seite für Suchbegriffe wie „MP3-Player kaufen“ oder „Welcher MP3-Player zum Laufen?“. Suchanfragen wie „Intenso Music Walker“ hingegen sind besser auf der entsprechenden Produktseite aufgehoben. Kommt ein Interessent über einen generischen Suchbegriff auf Ihre Produktkategorieseite, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich erstmal umschaut und einige Zeit auf Ihrer Webseite verbringt. Das wiederum ist ein sehr gutes Signal für Google, denn die Suchmaschine bewertet lange Aufenthaltsdauern als Relevanz- und damit Rankingfaktor.

Sollten Sie das Problem haben, dass eine andere Shopseite Ihres Onlineshops SEO-technisch besser rankt als die von Ihnen präferierte, sehen Sie sich am besten zunächst Title-Tag, Meta-Description und Überschrift (H1) der präferierten Produktkategorieseite an und optimieren sie diese Elemente. Als zweite Sofortmaßnahme sollten Sie relevanten Content auf dieser Seite bereitstellen, welcher ebenfalls auf das angestrebte Keyword optimiert ist, also bei der MP3-Player-Produktkategorieseite einen Text über MP3-Player und deren Unterscheidungsmerkmale bzw. Features, etc.

Belanglose Inhalte sind Gift fürs Ranking

Weiter oben habe ich bereits über Produktbeschreibungen in Bezug zu Duplicate Content geschrieben. Doch auch durch Produktkategorieseiten können einige Probleme entstehen – allem voran der belanglose Content. Zugegeben, es kann schwer sein, nicht über ein konkretes Produkt zu sprechen und trotzdem Keyword-optimierten und sinnvollen Text zu verfassen. Aber gerade das ist wichtig, damit Sie für Ihre Produktkategorieseiten eine möglichst optimierte Position auf den Suchergebnisseiten erzielen.

Wenn wir uns das Beispiel MP3-Player erneut vor Augen führen, sollten Sie keine Abhandlung über die Entstehungsgeschichte des heutigen MP3-Players schreiben. Viel mehr sollten Sie Ihre Kompetenz im Bereich MP3-Player nutzen und zum Beispiel einen Ratgeber-Text verfassen, welcher es Kaufinteressenten erleichtert, den für sich richtigen Player auszuwählen.

Zu viel des Guten: Keyword-Stuffing

Vermeiden Sie häufige Keyword-Nennungen. Das ist schon alles, was hier gesagt werden müsste. Das sture Optimieren der Keyworddichte ist in Googles Augen keine Onlineshop SEO. Neben der zu häufigen Nennung ist auch die Gesamtlänge des Textes ein Rankingfaktor. Hier gilt: In der Kürze liegt die Würze. Sie helfen weder dem Leser, noch Ihrem Ranking, wenn Sie einen 1000 Wörter-Produktkategorie-Text verfassen, nur um das Schlüsselwort 20 mal unterbringen zu können. Die Grundregel gilt hier – wie auch an vielen anderen Stellen: Was den Leser interessiert, interessiert auch Google. Was Google interessiert, rankt höher!

Zurück in die 2000er – Versteckter Text

„Früher“ haben Onlineshop-Besitzer gerne für den Nutzer uninteressante, schlecht lesbare Texte in den Footer oder in Sidebars „versteckt“, damit sie zwar von Google gefunden wurden, nicht aber unbedingt vom Leser wahrgenommen wurden. In ganz schlimmen Fällen wurden sogar Texte in Hintergrundfarbe verwendet, die dann gänzlich unsichtbar für den Besucher des Onlineshops waren. Das gehört zum Glück weitestgehend der Vergangenheit an.

Heute erkennt Google auch die Position des Textes und geht bei deren Bewertung und Gewichtung so vor, wie auch ein Seitenbesucher vorgehen würde: Je weiter unten ein Text steht, desto unwichtiger ist er. Konzentrieren Sie sich also beim Texten darauf, über den Produkten nur den wirklich wichtigen Teil zu platzieren und den Rest entweder hinter einem (etwas unschönen) „Mehr erfahren/Weiterlesen“ zu verstecken oder nach unten zu setzen.

Produktfotos in den Suchergebnissen anzeigen

Bei vielen Artikel hängt die Kaufentscheidung stark vom Design des Produkts ab. Google berücksichtigt dies durch das Anzeigen von (Produkt-)Fotos aus der Bildersuche. Doch dafür müssen Sie den Produktabbildungen genaue, aussagekräftige Namen geben. Statt „342354290.jpg“ sollten Sie also „adidas-herren-sneaker-superstar-weiß.jpg“ verwenden, so dass Google erkennt, um welches Produkt es sich handelt.

Ein weiteres Element ist der so genannte „Alt“-Text (Alternativtext), welcher angezeigt wird, sollte das Bild nicht geladen werden können. Bei sicheren Servern ist das eher selten der Fall, Google benutzt den Alt-Text jedoch ähnlich wie den Dateinamen zum besseren Verständnis des Inhalts.

Der dritte wichtige Faktor bei den Produktabbildungen ist das Umfeld des Fotos in Ihrem Shop. Hier sollten Sie passende Keywords in der unmittelbaren Nähe zum Produktfoto verwenden. Das erhöht die Relevanz Ihres Fotos und gibt Google die Gewissheit, dass es nicht nur auf dem Foto um einen bestimmten Artikel geht, sondern bei der ganzen Produktseite.

Interne Verlinkungsstrategie und semantische Suche

Mit den jüngsten Google-Updates wurde erneut bestätigt, dass die Suche immer semantischer wird. Google bewertet folglich die einzelnen Webseiten im Gesamtzusammenhang des Shops. Das bedeutet für Webshop-Inhaber, dass die interne Verlinkung und die Hierarchie-Struktur besonders beachtet werden müssen.

Linktexte als starkes Rankingsignal

Der Linktext umfasst alle Worte des anklickbaren Teils eines Links und ist ein sehr starkes Signal an die Suchmaschine. Der Linktext teilt sowohl den Besuchern, als auch Google etwas über die verlinkte Webseite mit. Je aussagekräftiger der Linktext, desto besser verstehen Suchmaschinen und Besucher den Sinn der Verlinkung.

Vermeiden Sie also Linktexte wie „hier“ oder „mehr erfahren“. Diese Links verraten den Suchmaschinen nichts oder maximal sehr wenig über den Inhalt des verlinkten Elements. Vielmehr sollten Sie sich diesen nützlichen Artikel zum Thema Onlineshop SEO durchlesen und Ihre Links wie soeben gemacht setzen. Der Linktext „Artikel zum Thema Onlineshop SEO“ sagt genau, was den Seitenbesucher nach dem Klick erwartet. Idealerweise sollten Sie zudem jeden Linktext nur für eine Ihrer internen Zielseiten verwenden, um nicht im Ranking mit sich selbst zu konkurrieren.

Ontologie in Zeiten semantischer Suche

Suchmaschinen beachten und bewerten heutzutage auch die hierarchische Organisation der einzelnen Seiten einer Webseite und deren semantische Bedeutung als Teil der Gesamtseite. Dadurch entsteht eine ontologische (=Systematik grundlegender Typen von Entitäten, d.h. Seiten einer Webseite und ihre strukturellen Beziehungen) Betrachtung der einzelnen Seiten. Dadurch kann die Suchmaschine das implizite Wissen über die thematische Einordnung einer jeden Seite erhalten. Praktisch bedeutet das, dass beide Seiten einer internen Verlinkung betrachtet werden müssen: die Seite, die den Link enthält und die verlinkte Seite selbst.

Siloing zur besseren (sparsamen) Nutzung interner Links

Wenn Ihr Shop viele verschiedene Kategorien hat und aus einer großen Menge einzelner Seiten besteht, bietet sich das so genannte Siloing an, das – wie das Wort vermuten lässt – für die Isolation einzelner Webseitenbereiche voneinander steht. Der Grund für diese Empfehlung liegt wieder in der Nutzererfahrung: Ein Nutzer, der sich in der Rotwein-Kategorie umsieht, interessiert sich aller Voraussicht nach (gerade) wenig für Bierdeckel. Aus diesem Grund sollten auf einer Produktkategorieseite zum Thema „Rotweine“ eben nur solche Links vorkommen, die einerseits dem Nutzer gröbere Informationen (und Produkte) anbieten. Zum Beispiel: Eine Kategorieseite „Weine“ und spezifischere Seiten, die den Besucher näher zum Kauf bringen (z.B. eine konkrete Produktseite eines Rotweins).

Buzzwort Linkbuilding und Onlineshop SEO

Wer sich ein wenig mit Onlineshop SEO oder auch SEO im Generellen befasst hat, wird sicher schon mal von Linkbuilding-Maßnahmen gehört haben. Darunter versteht man Aktivitäten, die dazu führen, dass eine andere Webseite auf Ihren Shop verlinkt. Dabei sollte jeder Link auf Ihren Shop wie ein „Like“ der verlinkenden Seite für Ihren Shop verstanden werden. Das Ganze ist aber in Relation zu Ihren Mitbewerbern zu sehen. Letztendlich entscheidet auch die Qualität der verlinkenden Seite über die Stärke des Links.

Achten Sie also darauf, möglichst Links von vertrauenswürdigen Webseiten mit einem guten SEO-Stand zu erlangen (und kaufen Sie keine Linkpakete, da hier der Wert eines Backlinks gegen Null geht). Zur Beurteilung des SEO-Standes einer Webseite kann z.B. das kostenlose Tool „Moz Bar“ genutzt werden, welche Ihnen die Domain Authority (DA) jeder Seite anzeigt. Dabei gilt: Je höher die DA, desto wertvoller der Backlink zu Ihrem Webshop. Ein praktisches Anwendungsbeispiel ist zum Beispiel die „Partnerseite“ Ihrer Dienstleister. Natürlich werden Sie eher keinen Backlink von DHL erhalten, aber unter Ihren Partnern könnten sich unter Umständen ein paar in Frage kommende Kandidaten befinden. Nachfragen kostet an dieser Stelle sicher nichts.

Der versunkene Schatz: Long Tail SEO

Auch, wenn generische Suchphrasen sehr hohe Suchvolumina haben, sind sie zugleich auch hart umkämpft und es kann mitunter schwer sein, überhaupt auf Seite 1 der SERP zu kommen (z.B. für das Keyword „Adidas Sneaker“). Bei solch generischen Suchanfragen spricht man auch vom Short Tail. Der Long Tail hingegen umfasst alle für sich genommen nur sehr selten vorkommenden Suchanfragen, wie z.B. „hellblaue Adidas Herren Sneaker Herren Größe 44,5“, aber in Summe genommen ist der Long Tail um einiges größer als der Short Tail.

Ein großer Vorteil ist hier, dass man bei Long Tail Keywords deutlich weniger Konkurrenz hat und es so leichter ist, einen der vorderen Plätze zu belegen. Man kann auch davon ausgehen, dass ein Sucher, der eine Long Tail Anfrage in das Suchfeld eingibt schon deutlich besser weiß, was er möchte. Er sucht präziser. Im Konvertierungstrichter ist er also schon näher am unteren Ende (dem Kauf) einzuordnen und somit ein sehr attraktiver Shopbesucher. Ein Synergieeffekt entsteht zusätzlich, da das gute Ranking bei Long Tail Keywords Ihrem Standing hilft und es dann leichter ist, auf lange Sicht auch bei den umkämpften Keywords gut zu ranken.

Mobile Onlineshop SEO: Der neue Standard

Bereits 2011 hat Google erklärt, dass Webseiten, die eine schlechte mobile Nutzererfahrung liefern, in den Suchergebnissen abgestraft und weiter unten angezeigt werden. Abstrafungen bedeuten nicht nur weniger Besucher in Ihrem Shop, sondern am Ende des Tages auch weniger Umsatz. Deshalb hier der Hinweis: Stellen Sie sicher, dass Ihr Webshop auch auf Smartphones und Tablets eine gute Darstellung hat und keine verkleinerte Version der Desktopvariante ist.

Die meisten Shop-Software Anbieter bieten eine für mobile Geräte optimierte Ansicht, so dass hier im Zweifel nicht viel selbst gemacht werden muss. Aber gerade aufgrund der Wichtigkeit für das Ranking sei hier darauf hingewiesen, die mobile Ansicht Ihres Onlineshops bereit zu stellen und ggf. zu überprüfen.

Technische Sicherheit: HTTPS & SSL

Das Problem mit der sicheren HTTPS-Version ist, dass in vielen Fällen beide Versionen der Webseite indexiert werden. Aus SEO-Sicht sollte aber jeder Inhalt immer nur einmal vorkommen. Bei baugleichen Webseiten in beiden Protokoll-Varianten ist dies nicht der Fall. Daher ist das Konstrukt der sicheren Variante des Onlineshops aus SEO-Sicht erstmal schlecht.

Jetzt gibt es doch Canonical Tags, die genau dieses Problem des doppelten Inhalts lösen. Ja, aber alle Seiten einer Webseite per Canonical Tag zu markieren ist a) sehr viel Arbeit und b) mindert es nur die Symptome des Problems, behebt aber nicht die Ursache.

Die einfache und effiziente Lösung: die gesamte HTTP per 301 auf die HTTPS umleiten. Laut Google ist eine Verwendung von HTTPS kein Problem für das Ranking. Ebenfalls für die HTTPS-Version spricht der (kleine) Rankingvorteil des SSL-Zertifikats, was mit der S-Version der HTTP-Seite einhergeht. Durch ein SSL-Zertifikat heben Sie sich von Spammern und Eintagsfliegen ab und zeigen, dass Sie einen vertrauenswürdigen Shop betreiben. Aber Achtung: Wenn Ihr SSL-Zertifikat ausläuft und nicht rechtzeitig verlängert wird, ist Ihre gesamte Webseite nicht mehr erreichbar, bis das Zertifikat verlängert wird – also stellen Sie sich eine Erinnerung ein!

Fazit: Onlineshop SEO kostet Zeit und braucht Zeit

Mit SEO ist es wie mit menschlichen Beziehungen: Gut Ding will Weile haben. SEO Optimierungen zeigen Ihre Wirkung nicht über Nacht. Google durchforstet Ihren Onlineshop nicht jeden Tag. Selbst, wenn Sie die Webseite manuell bei der Search Console hochladen, ist dies nicht ausreichend für eine sofortige Rankingverbesserung. Vielmehr handelt es sich um eine Reise auf dem Weg nach oben, bei der Google erst einmal Daten zur Performance Ihrer neuen Seiten sammelt und Ihr Snippet dann entsprechend auf der Suchergebnisseite einordnet. Haben Sie also Geduld.

Sicher ist, wenn Sie die hier angesprochenen Onlineshop SEO-Maßnahmen umsetzen und Ihren Webshop (noch) einmal durch die SEO-Brille betrachten, werden Sie auf lange Sicht von Ihren Optimierungen profitieren.

 

Quellen:

de.onpage.org/blog/seo-fur-onlineshops
www.trustagents.de/blog/https-und-seo
www.search-one.de/wp-content/uploads/Whitepaper-Shop-SEO-A4-eology.pdf